Interview mit Daniel Breitenmoser, CEO und Mitgründer von Ongresso

Bei Ongresso ermutigen wir unsere Mitarbeiter, ihren eigenen Weg zu gehen und sich selbst treu zu bleiben. Daniel Breitenmoser, Mitgründer und CEO mit Abenteuergeist, ist ein grossartiges Beispiel dafür. Erfolg in Lateinamerika hatte er, indem er seinen eigenen Weg gegangen ist. Im folgenden Interview spricht er darüber, wie und warum er in LATAM gelandet ist und was als nächstes kommen könnte.

Sie sind in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Wie sind Sie in Lateinamerika gelandet?

Mein erster Besuch in Lateinamerika war im Jahr 2000. Als junger Student bin ich damals mit dem Rucksack durch Ecuador gereist. Ich wollte einen neuen Teil der Welt entdecken, Abenteuer erleben, in eine andere Kultur eintauchen und mein Spanisch verbessern. Es folgten weitere solcher Reisen nach Peru, Bolivien, Chile, Mexiko und Mittelamerika. Wie Sie sehen können, war ich sofort von der lateinamerikanischen Kultur begeistert.

Können Sie sich an Ihre ersten Eindrücke erinnern?

Die Sprache, die Musik, die Schönheit und die Lebensfreude der Menschen – ich habe das ganze Paket vom ersten Tag an geliebt (lacht).

Hatten Sie von Anfang an geplant, hier ein Leben zu beginnen?

Eigentlich nicht, schließlich war ich nur ein junger Student auf dem Weg zum Erwachsenwerden, der die Welt entdecken wollte. Damals war mein Leben noch in der Schweiz, wo ich meinen MA in Internationalen Beziehungen absolvierte. Aber ich spürte eine starke Verbindung zu Lateinamerika und wusste, dass diese Gegend weiterhin eine wichtige Rolle in meinem Leben spielen würde.

Was hat Sie dazu motiviert, ein Unternehmen in Kolumbien zu gründen?

Auch wenn mich mein beruflicher Weg zunächst nach Asien, in den Nahen Osten und nach Afrika führte, blieb meine Leidenschaft für Lateinamerika erhalten. Es war diese Leidenschaft und der Traum, ein eigenes Unternehmen zu gründen, die meinen Gründungspartner und mich 2010 schließlich zu Unternehmern in Kolumbien machten. Wir haben uns für Kolumbien entschieden, weil wir ein Land mit einem massiv ungenutzten Potential sahen, das die perfekte Gelegenheit bot.

Hatten Sie Angst davor, was andere über Ihre Entscheidung denken könnten?

Nein. Denn bevor ich Ongresso in Kolumbien gegründet habe, habe ich in Ländern wie Afghanistan, Liberia und Haiti gearbeitet. Deshalb sagte man mir schon lange, dass ich verrückt bin. Daran habe ich mich längst gewöhnt (lacht). Wenn man Orte besucht, die abseits der üblichen Wege liegen, wird einem klar, dass die Welt viel weniger gefährlich ist, als die Medien uns glauben machen. Unglaubliche Schönheit und große Möglichkeiten können an solchen Orten gefunden werden. Das hat mir wirklich die Augen geöffnet. Diese Erfahrung brachte mich dazu, meinen eigenen Lebensweg zu gehen und mich nicht auf die Meinung anderer zu beschränken.

Nachdem Sie zehn Jahre in Kolumbien gelebt haben, haben Sie und Ihre Familie beschlossen, nach Peru zu ziehen. War dies eine schwierige Entscheidung?

Ja und nein. Es war eine gemeinsame Entscheidung meiner Frau und mir und sie kam überraschend schnell. Wir waren traurig Medellin, meine Lieblingsstadt und den Ort, den wir als unsere Heimat betrachten, zu verlassen. Doch die Aufregung, das Leben in einem neuen Land kennenzulernen und dieses Abenteuer mit unseren Kindern zu teilen, machte das mehr als wett.

Was war Ihre erste denkwürdige Erfahrung in Peru?

Den Sonnenuntergang über dem Pazifik vom Malecon Cisneros in Miraflores, Lima, aus zu betrachten. Was für eine Aussicht! Im Allgemeinen ist das Leben in Meeresnähe neu für uns. Deshalb genießen wir die fantastischen peruanischen Meeresfrüchte und häufigen Ausflüge an den Strand.

Können Sie Ihren ersten Eindruck von Peru beschreiben?

Wirtschaftlich gesehen hat Peru zehn Jahre Wachstum und eine relative makroökonomische Stabilität erlebt. Dies führte zu einer wachsenden Mittelschicht, die den Binnenkonsum fördert. Diese Schaffung von Wohlstand spiegelt sich in den besser gestellten Vierteln wider, wo schöne Wohnhäuser wie Pilze aus dem Boden schießen, schicke Autos die Straßen verstopfen und die teuren Spitzenrestaurants und Bars nie leer stehen. Dies ist ein gutes Zeichen für internationale Unternehmen und Investoren. Gleichzeitig ist die Ungleichheit nach wie vor sehr groß, da viele Peruaner in Armut leben und der informelle Sektor fast 70% der Wirtschaft ausmacht. Zudem ist ihr Hauptantrieb, der Bergbausektor, von der Abschwächung der weltweiten Nachfrage, insbesondere in China, betroffen.

Welche Unterschiede haben Sie bisher zwischen Ihrer Geschäftstätigkeit in Kolumbien und Peru festgestellt?

Die peruanische Wirtschaft ist stärker zentralisiert. Der Großteil der Geschäfte des Landes ist in Lima angesiedelt und wird dort betrieben. Das macht es ziemlich einfach, hier ein Netzwerk aufzubauen. Die peruanische Wirtschaft ist auch stärker vom Bergbau abhängig, während sie in Kolumbien stärker diversifiziert ist. Natürlich hat jedes Land seine kulturellen Eigenheiten, die man kennen muss. Aber im Allgemeinen ist die Geschäftskultur in beiden Ländern ziemlich ähnlich.

Wo sehen Sie sich selbst in den nächsten Jahren?

Gehe deinen eigenen Weg! Dieses Motto prägt noch immer mein Leben und das meiner Familie. Im Moment ist Peru unsere Basis, aber wir sind offen für das, was die Zukunft bringen könnte. Sicher ist, dass Lateinamerika mein Schwerpunkt bleiben wird. Dasselbe gilt für Ongresso, dessen Mission es ist, das Potential Lateinamerikas zu erschließen. Jeder Ort, an dem ich zur Erfüllung unserer Mission beitragen kann, ist eine mögliche Destination in der Zukunft.

Sie können Daniel Breitenmoser über Linkedin kontaktieren.

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