6 Jahre nach dem Freihandelsabkommen zwischen Kolumbien und der Europäischen Union: Erfolgsgeschichte?

by | Nov 27, 2019 | Regionale News | 0 comments

Im August 2013 wurde das Freihandelsabkommen zwischen Kolumbien und der Europäischen Union geschlossen. Die Hauptziele des Freihandelsabkommens (FHA) waren der Abbau von Handelsschranken, die fortführende Entwicklung der Andenregion und ihres Wirtschaftswachstums, insbesondere die Verbesserung der Lebensbedingungen, sowie die Verringerung der Armut in der Region.

Jetzt, sechs Jahre später, gibt es Daten zur Analyse der Auswirkungen der Umsetzung einer offeneren Beziehung zwischen den beiden Parteien. Die kolumbianische Handelskammer hat in Zusammenarbeit mit der Europäischen Union am Freitag, den 25. Oktober, in Bogotá eine Konferenz organisiert, bei der die Ergebnisse des Freihandelsabkommens (FHA) untersucht wurden.

Vor der Ratifizierung des Abkommens äusserten Kritiker Beschwerden, die auf Probleme der Menschenrechtsverletzungen und des Umweltschutzes im Andenstaat hindeuteten. Die Teilnehmer der Veranstaltung in Bogotá betonten die Verbesserung dieser beiden Aspekte als positives Ergebnis der Vereinbarung.

Commerce and Cooperation in Uncertain Worldwide Context Free Trade Agreement - Ongresso

Handel und Zusammenarbeit im unsicheren weltweiten Kontext – Freihandelsabkommens – Bild von Ongresso

Laut den Zahlen von Eurostat ist der Freihandel zwischen den beiden Regionen in den letzten 6 Jahren gewachsen und hat 2018 ein Gesamthandelsvolumen von 11 Milliarden Euro überschritten. Die wichtigsten Exporte aus Kolumbien in die EU waren Kohle, Bananen, Kaffee, Öl und Palmöl. Insgesamt waren sich die Konferenzteilnehmer einig, dass das Freihandelsabkommen (FHA) zur Diversifizierung der kolumbianischen Exporte und zur Erleichterung des Zugangs zum europäischen Markt führte.

Darüber hinaus ist die Europäische Union zu einem der wichtigsten Investoren in der Region geworden, der den Friedensprozess und lokale Unternehmen unterstützt. Europäische Investitionen haben den Transfer von Technologie und Fachwissen, insbesondere im Agrarsektor, gefördert. Eine besonders enge Beziehung ist zwischen Kolumbien und dem EU-Mitglied Niederlanden und damit niederländischen Unternehmen entstanden, die 18.000 lokale Arbeitsplätze in Kolumbien generierten.

Tobias Kerkhoff

Tobias Kerkhoff

Customer Relations Manager

Meine Ausbildung habe ich ursprünglich in der Automobilindustrie begonnen und nach erfolgreicher Beendigung meines Bachelorstudiums habe ich bereits für ein junges, innovatives Unternehmen mit dem Schwerpunkt Lateinamerika gearbeitet.
Die Entscheidung Ongresso zu verstärken ist mir somit sehr leichtgefallen.

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